Umwelt und Nachhaltigkeit


Wer vegan lebt, der hat tendenziell auch ein höheres Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit. Ihnen ist es wichtig auch auf Reisen rücksichtsvoll mit Tieren, Menschen und Natur umzugehen. Doch gibt es sowas wie nachhaltiges Reisen, insbesondere nach Afrika überhaupt? Auf den ersten Blick erscheint Reisen alles andere als nachhaltig – Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe sorgen schließlich für einen enormen CO2 Ausstoß. Doch sollte man nicht vergessen, dass Tourismus auch sehr wichtig für die Bevölkerung sowie die Tier- und Pflanzenwelt eines Landes sein kann. Gerade in Afrika wird Artenschutz in großem Stil betrieben und es gibt gut überwachte Nationalparks. Um einen Blick auf die faszinierenden Wildtiere Afrikas zu werfen, bezahlen Touristen aus aller Welt viel Geld. Ohne sie wären die Tiere wohl noch viel mehr der Wilderei ausgesetzt, als in vielen Ländern sowie so schon.  Landschaften würden nicht so gehegt und gepflegt werden wie es auf Grund der Reisenden getan wird.. Einnahmen aus dem Tourismus-Sektor kommen auch der einheimischen Bevölkerung zu Gute, was für viele ihre Lebensgrundlage bedeutet. Trotzdem ist eine Reise nach Afrika nicht automatisch ökologisch. Zum nachhaltigen Reisen in Afrika gehört noch einiges mehr.

Auf Lokalität setzen


Um möglichst ökologisch zu verreisen, greifen wir bei unseren Unterkünften vor allem auf lokale Hotels, Riads, Gästehäuser und Lodges zurück. Neben den großen internationalen Hotelketten, die für uns nicht so interessant sind, gibt es genügend einheimische Hotels, in denen ihr euch rundum wohl fühlen und die afrikanischen Kultur viel authentischer erleben könnt. Auch bei der Wahl von Restaurants, Supermärkten und Geschäften, ist es für uns selbstverständlich regionale und einheimische Angebote auszuwählen. Ein Einkauf auf dem hiesigen Gemüsemarkt oder ein Bummel durch einen traditionellen Teeladen - das gehört für uns einfach dazu.

Der perfekte Gast sein


Als Reisender kann man selbst so viel tun, um ein anderes Land und seine Einwohner (tierischer und menschlicher Natur) zu achten. Es fängt bei Kleinigkeiten an, die für die meisten sicherlich schon längst selbstverständlich sind. Man kann z. B. das Reinigungspersonal darauf hinweisen, dass Handtücher und Bettwäsche nicht jeden Tag gewechselt werden müssen. Wo es geht sollte man verantwortungsvoll mit dem Wasser umgehen und nur so viel wie nötig benutzen. In den Nationalparks, in der Unterkunft, an den Stränden – Müll sollte zwingend immer selbst entsorgt werden.

 

Am schönsten ist es, wenn man das Land, in das man reist, völlig unvoreingenommen betritt. Taucht ein in die spannenden Kulturen und Gemeinschaften und nehmt aus den Ferien mehr mit als nur gebräunte Haut und einige Souvenirs. Es ist hilfreich zu akzeptieren, dass in afrikanischen Ländern viele Dinge anders laufen als in Europa. Sich im Vorfeld über Land und Leute zu informieren, macht durchaus Sinn. Lernt doch vor der Reise zum Beispiel schon einige Begriffe und Redewendungen in der Landessprache wie „Hallo“, „Bitte“ und „Danke“. Die Reaktionen darauf werden durch und durch positiv ausfallen. Ihr seht also, es gibt durchaus Möglichkeiten nachhaltig und respektvoll zu reisen.

Die An- und Abreise - kann Fliegen nachhaltig sein?


Sicherlich brennt euch eine Frage besonders auf der Seele: Wie kann ich nachhaltig reisen und gleichzeitig Tausende von Kilometern mit einem Flugzeug zurück legen, das so viel Sprit verbraucht und die Umwelt dadurch schwer belastet? Es ist so, dass ein modernes Flugzeug heutzutage pro Person ca. 3 Liter Kerosin auf 100 km verbraucht. Das entspricht etwa 380 g CO2-Emissionen pro Kilometer und Person. Ein Auto verursacht im Vergleich dazu nur 100 bis 200 g CO2-Emissionen pro Kopf und gefahrenen Kilometer. Übrigens: Business Class-Flieger verbrauchen noch einmal 40% mehr CO2, da sie mehr Platz einnehmen als Economy Class-Kunden. Insgesamt sieht die Klimabilanz eines Flugzeuges also nicht so prickelnd aus. Heißt das nun, dass man sich vom Traum von Afrika verabschieden muss? Nicht ganz! Jeder der vor hat eine Flugreise anzutreten, hat die Möglichkeit CO2-Emissionen zu neutralisieren. Beim Internetportal www.atmosfair.de kann man seinen individuellen CO2-Verbrauch ganz einfach berechnen und daraufhin einen passenden Beitrag an ausgewählte Klimaschuztprojekte investieren, wodurch die eigene Klimabilanz ausgeglichen wird. Das Geld wird dann z. B. verwendet, um Solarküchen oder Biogasanlagen in den betreffenden Ländern zu unterstützen. Es gibt also durchaus die Möglichkeit Fernreisen zu machen und trotzdem umweltfreundlich zu handeln. 

 

Die führende Airline bezüglich Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit ist momentan übrigens die Lufthansa Group. Darauf folgt Swiss Airlines. An den Themen Klima- und Umweltverantwortung wird mit Nachdruck gearbeitet. Der Kerosinverbrauch wird von Jahr zu Jahr geschmälert. Dazu investiert die Airline Milliarden in besonders treibstoffeffiziente Flugzeuge. Auch der Schallschutz ist ein wichtiges Anliegen: Immer wieder wird in lärmreduzierende Wirbelgeneratoren investiert, die Anwohner deutlich entlasten.