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Vegan Essen in Marokko

Vegan Essen in Marokko

Die marokkanische Küche ist abwechslungsreich, fettarm und gesund. Aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen wächst hier eine Vielfalt an Obst und Gemüse, das uns Veganern das Herz höher schlagen lässt. Dies, in Kombination mit hochwertigen Ölen wie Oliven- oder Arganöl, herrlich aromatischen Gewürzen und vielen Kräutern, ist schon von sich aus vegan, so dass in Marokko die Möglichkeiten für eine vegane Ernährung auf einer Reise sehr gut sind. Grundsätzlich gilt: fast alles, was vegetarisch ist, ist auch vegan. 

 

Obst und Gemüse

Wenn ihr gemeinsam mit uns auf eurer veganen Marokko-Rundreise das erste Mal einen Markt besucht, wird euch das Angebot an sonnengereiftem Obst und Gemüse begeistern! Täglich frisch angeliefert bzw. bei Bedarf auch über den Tag aufgefüllt, sind die angebotenen Produkte frisch und appetitlich anzusehen. Und das Beste: hier bleiben die Früchte bis zur Reife an der Pflanze, was natürlich dann entsprechend lecker und aromatisch schmeckt. Kein Vergleich zu den Südfrüchten in unserem Märkten, die unreif geerntet und verschickt werden. Zögert nicht und deckt euch mit diesen Köstlichkeiten ein, um unterwegs einen gesunden, veganen Snack zu genießen.

 

Kräuter 

Ohne frische Kräuter geht nichts in der marokkanischen Küche. Ob Petersilie, Koriander, Minze, Wermut und vieles mehr - sie gehören einfach dazu und gehören auch in viele Getränke hier. 

 

Gewürze 

Schaut euch auf den Märkten um - die Vielfalt wird euch in Erstaunen versetzen - Safran, Koriander, Ingwer, Kreuzkümmel, Anis, Kardamom, Zimt, Ingwer, Paprika, Pfeffer und viele Gewürzmischungen, z. B. Ras El-Hanout, machen die Gerichte zu wahren Geschmacksentdeckungen. Vielerorts kann man sogar live bei der Safran-Ernte zusehen. Auf unserer veganen Marokko-Reise besuchen wir zum Beispiel das Paradies du Safran, das Bio-Safran und viele weitere Kräuter anbietet. Hier genießen wir ein leckeres veganes Mittagessen. 

 

Beilagen 

Da gibt es vieles und natürlich ist das meiste davon vegan. In Tajinen werden oft Kartoffeln verwendet, womit das Gericht eine gute sättigende Mahlzeit wird. Dazu wird aber auch gern noch Brot gereicht - für Berber dienen kleine Brotstückchen auch als Besteck-Ersatz: man umfasst mit einem Streifen Brot etwas vom Essen und befördert es in den Mund. Das ist am Anfang etwas fummelig, aber auch für Europäer mit etwas Übung gut zu schaffen. Reis ist ein weitere gern gegessene Beilage, aber noch mehr verwendet man Couscous aus Hartweizengrieß. 

 

Getränke 

Schon aus Gründen des heißen Klimas steht natürlich erfrischendes Wasser an erster Stelle. Das gibt es überall in vielen Flaschengrößen zu kaufen und auch für uns vegane Reisende ist regelmäßiges Trinken ganz wichtig.

Zwei traditionelle Durstlöscher möchten wir besonders erwähnen: Der Minztee (Thé à la menthe) wird immer angeboten und ihr solltet ihn unbedingt probieren! Basis dieses Tees ist Grüner Tee. Er wird ganz normal in einer Kanne zubereitet und ein Zweig frische Nana-Minze hinzugefügt. Oft wird er stark gesüßt getrunken, es geht aber auch ohne Zucker. Thé à la menthe bringt Energie, erfrischt und löscht tatsächlich auch den Durst.

 

Unbedingt probieren müsst ihr die frisch gepressten Säfte, die ihr an jeder Straßenecke für wenig Geld kaufen könnt. Ob nun sortenrein, gemischt oder als Melange (etwas zähflüssige Saftmischung, die nicht verrührt wird - dadurch ist das Getränk bunt „gefleckt“) - alles wird frisch vor euren Augen zubereitet, ist vegan und schmeckt herrlich!

 

Habt ihr nun Appetit bekommen auf eine echte marokkanische Mahlzeit? Dann kommt mit uns auf unserer veganen Marokko Reise zu einem Kochkurs ins Tombouctou, einer zu einem Hotel umgebauten Wehrburg aus dem Jahr 1944.

Wir hatten hier bereits die Möglichkeit, beim Küchenchef zuzuschauen und uns die Zubereitung einer veganen Tajine erklären zu lassen.

 

Wir bereitet man ein Gericht in einer marokkanischen Tajine zu? 

Das Kochen in einer Tajine, einem Tontopf mit kegelartigem Deckel, ist denkbar einfach - sie wird genutzt wie eine ganz normale Pfanne. Die Größe richtet sich nach der Anzahl der Personen. Vor dem ersten Gebrauch muss sie gewässert werden wie ein Römertopf. Später ist das nicht mehr erforderlich.

 

Zunächst kommt Olivenöl in die Schale, das  dann erhitzt wird. Man kann ruhig „Gas geben“ oder den Elektroherd hochdrehen - der Topf hält das aus. Im Öl werden Zwiebeln angebraten und Gewürze hinzu getan. Ras El-Hanout ist eine gute Wahl, aber Vorsicht! Mit der Dosierung! Diese Gewürzmischung ist scharf!

 

Dann schichtet ihr verschiedene Gemüse wie Zucchiniwürfel, Tomatenscheiben, Möhrenstreifen und was ihr sonst noch mögt, in die Schale, so dass ein Kegel aus Zutaten entsteht. Rundherum legt ihr dann Kartoffelhälften gegen den Kegel. Salz, Pfeffer, einige Kräuter hinzu - das war es schon. Wenn ihr stark saftende Gemüsesorten verwendet, müsst ihr kein Wasser hinzutun. Ansonsten kommt noch etwas hinzu. Dann die Hitze ein wenig drosseln, Deckel drauf und nach 40-50 Minuten prüfen, ob die Gemüse gar sind.

Etwas rosa Pfeffer, frischen gehackten Koriander oder Petersilie darüber streuen und fertig!

 

Hier noch einige Tipps für den Einkauf und Gebrauch:  

Lasst euch von euren Guides einen Händler empfehlen. Sie wissen, welche Tajinen für die tägliche Nutzung geeignet und welche nur Touristennepp sind oder für Dekorationszwecke verwendet werden sollten. Natürlich kennen sie auch die Preise !

Man kann sowohl in glasierten als auch in unglasierten Tajinen kochen. Die glasierten Töpfe lassen sich leicht reinigen und können auch in den Geschirrspüler. Die unglasierten reinigt man mit der Hand. Mit zunehmendem Gebrauch bekommt die unglasierte Tajine eine Patina wie eine Gusspfanne. Das hat keinen Einfluss auf den Geschmack der Speisen.

Und wenn ihr schon am Shoppen seid: Ein paar Holzkellen, eine Teekanne und ein paar schöne Teegläser passen doch auch noch in den Koffer ;).

 

Falls ihr befürchtet, dass eure Tajine durch zu große Hitze zerspringen könnte (was eigentlich nicht der Fall sein sollte), schafft euch eine sogenannte Simmerplatte an. Sie verteilt die Hitze gut und ist, je nachdem, welche Seite man benutzt, sowohl für den Elektro- und Ceranherd als auch für den Gasherd geeignet. Unglasierte Tajinen funktionieren übrigens auch auf dem offenen Feuer !

 

In diesem Sinne: Guten Appetit! Besaha! 

Wir freuen uns, wenn ihr uns auf unserer veganen Marokko Reise im September 2020 oder April 2021 begleitet! 

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