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Reisebericht: Vegan Reisen in Tansania

Reisebericht Tansania vegan

Zu Besuch auf einer Bio-Kaffeefarm am Kilimanjaro

Im Juni 2019 machte ich - Jenny - mich auf zu einer Inforeise durch Tansania.

Auf dem Programm standen viele Hotelbesichtigungen, spannende Aktivitäten und natürlich die vegane Verpflegung.

In Vorbereitung für unsere veganen Reisen nach Afrika und Lateinamerika testen wir selbst vor Ort die Camps, Lodges und Hotels, die wir für unsere veganen Kleingruppenreisen nutzen.

 

Mein echtes Highlight auf meiner Reise durch Tansania war unsere Übernachtung in der Kilimanjaro Halisi Retreat am Fuße des Kilimanjaro auf der Machare Kaffee Farm. Bereits der Weg dorthin führte mich durch tolle Dörfer, umgeben von urigen Bananenplantagen, vorbei an Wasserfällen. Jeder Einheimische, an dem wir vorbei fuhren, winkte unserem Jeep freundlich hinterher. Die Machare Farm wurde von deutschen Auswanderern renoviert und bis heute geführt.

Die Besitzer setzen sich stark für Nachhaltigkeit ein. So führt die Farm zum Beispiel als einzige in der Region das Zertifikat der Rainforest Alliance Standards. Die von den deutschen Besitzern gegründete Kaffee-Kooperative sorgt dafür, dass lokale Kaffee-Bauern ihren Kaffee zu fairen Preisen verkaufen und somit ihren eigenen Lebensunterhalt sichern können.

 

Aber kommen wir zurück zu unserem Kilimanjaro Halisi Retreat. Angekommen in der Lodge, erwartete uns bereits der freundliche Manager Prince und sein tolles Team. Selbstverständlich wusste er sofort über meine vegane Verpflegung Bescheid. Er zeigte uns die Lodge – alle Zimmer befinden sich in kleinen, geschmackvoll eingerichteten Cottages mit typisch afrikanischem Charme. Energie wird durch Solaranlagen erzeugt.

Umgeben sind die Cottages von einem grünen gepflegten Garten, in dem es auch mal wuseln kann – denn die Insekten werden nicht durch Chemikalien bekämpft. Bei guter Sicht, kann man von hier aus auch den Gipfel des Kilimanjaro erkennen.

 

Besonders liebevoll ist außerdem das Restaurant eingerichtet. Überall finden sich selbst geschnitzte Möbel und Textilien mit afrikanischen Mustern.

Da wir schon relativ spät ankamen, freuten wir uns auf unser lauschiges Plätzchen am Lagerfeuer. Für uns stand bereits ein kühles tansanisches Bier und warmes Popcorn – natürlich vegan – bereit.

 

Ein kleiner Gag am Rande: Die Tansanier trinken ihr Bier übrigens gern lauwarm - im Gegensatz zu uns.  Aus diesem Grund wird jeder Besucher stets gefragt, ob er/sie das Bier gern warm oder kalt mag.

 

Das anschließende vegane Abendessen war einfach hervorragend – bedenkt man, dass es in Tansania keine wesentlichen veganen Ersatzprodukte gibt. Alles wurde aus Obst und Gemüse aus der Umgebung und Linsen hergestellt. Es gabt vegane Linsenröllchen mit gegartem Gemüse, Reis und einer leckeren Sauce. Zum Nachtisch wartete eine gebackene Banane aus der Umgebung auf mich. Dazu – wie sollte es anders sein – frischer Kaffee direkt von der Kaffeefarm. Für mich extra mit Sojamilch.

 

Für längere Aufenthalte auf dem Retreat bietet sich die Möglichkeit, beim Rösten des Kaffees zuzuschauen. Außerdem bietet das Retreat tolle Naturwanderungen inklusive Picknick an. 

 

Gestärkt und gesättigt wurde es Zeit für eine erholsame Nachtruhe. Unter jeder Bettdecke befand sich bereits eine kuschelige Wärmflasche, denn hier oben auf der Farm kann es in einigen Monaten nachts relativ kühl werden.

 

Am nächsten Morgen ging es auf unserer Safari durch Tansania weiter zum Arusha Nationalpark und unsere ersten Tierbeobachtungen begannen. Lest darüber in einem unserer kommenden Blog-Artikel ;).

 

Auf unserer Kleingruppenreise „Vegan unterwegs in Tansania“ werden wir hier zu Beginn unserer Safari zwei Nächte übernachten und in den Genuss der außerordentlichen Gastfreundlichkeit Tansanias kommen.  

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