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Meine 5 besten Tipps für vegane Reiselustige

Gastbeitrag von Alina Koenies von www.minimal-vegan.com

Liebe Leser*innen von vegane-reisen.com,

Ich freue mich sehr, euch heute in diesem Gastbeitrag meine besten Tipps zum veganen Reisen zu geben – denn genau darum geht es ja auf dieser tollen Website!

 

Reisen, ferne Länder sehen, neue Erfahrungen machen, fremde Menschen zu Freunden werden sehen... das habe ich schon immer geliebt und in den letzten Jahren ausgiebig gelebt. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass viele Veganer*innen, gerade dann, wenn sie noch nicht sehr lang vegan leben, befürchten, im Urlaub könnten sie ihren Lebensstil nicht fortführen ohne zu hungern oder eigene Grenzen zu überschreiten.

 

Eigentlich seit ihr dann auf dieser Seite genau richtig, denn hier könnt ihr euch tolle Urlaube buchen, bei denen ihr euch genau darüber keine Gedanken mehr machen müsst.

 

Für die Vorbereitung, die Zeit der An- und Abreise sowie für Zeiten zwischendrin, in denen ihr durch Gässchen bummelt und das Leben genießt, könnt ihr hier meine Empfehlungen für einen stressfreien, veganen Urlaub lesen.

 

1. Fliegen macht hungrig

Nie wieder passiert es mir, dass ich einen Flug buche, ohne davor bei der Airline ein veganes Essen zu bestellen – und das ist, entgegen der Erwartungen Vieler, heute bei wirklich allen großen Fluggesellschaften möglich. Das Essen ist, wie bei allem im Leben, je nach Anbieter besser oder schlechter, manches mal war es auch richtig lecker! Abhängig davon, wie man bucht, kann es nötig sein, eine gesonderte e-Mail an die Fluggesellschaft zu schreiben, in der man die Essenswünsche konkret äußert oder die/den Reiseveranstalter*in direkt zu informieren. Ich habe damit wirklich gute Erfahrungen gemacht und würde das empfehlen, falls Zweifel bestehen, ob es mit der Essensbestellung geklappt hat.

 

2. Proviant packen

Ob auf großen Reisen oder einer langen Zugfahrt gilt: Lieber ein paar Nüsse zuviel in der Tasche als  gar keine. Auf so mancher Tagestour wandert der Blick ohne entsprechende Vorräte dann doch auf das belegte Brötchen vom Gegenüber... Und wenn man an einem Ort noch ganz fremd ist und nicht weiß, welche und ob überhaupt vegane Köstlichkeiten dort erstanden werden können, bietet es sich an, sich mit selbstgepackten Snacks wie Nüssen, Trockenobst oder Riegeln gegen eventelle Hungertiefs zu wappnen. Natürlich könnt ihr euch auch frisches Obst oder Gemüse einpacken, achtet dann aber darauf, dass es relativ fest und nicht zu schnell verderblich ist, da die Lebensmittel dann doch im Rucksack oder der Tasche ziemlich durcheinander geworfen werden und dadurch matschig werden, solltet ihr in einem Land mit höheren Temperaturen aufhalten, wird der Effekt natürlich noch verstärkt.

 

3. Nutzt die Ressourcen

Ihr wollt euch am letzten Reisetag einmal richtig verwöhnen und schick essen gehen? Kein Problem! Dank der App Happy Cow findest du in vielen Teilen der Welt ganz entspannt ein schönes veganes Restaurant oder einen leckeren Imbiss mit veganem Angebot. Ansonsten gilt: fragen, fragen, fragen! Die Menschen, die in euren Unterkünften arbeiten, wissen sicherlich gut über die Umgebung bescheid und sind hilfsbereit, ebenso könnt ihr Leute auf der Straße ansprechen und versuchen, euer Problem zu schildern, z.B. dass ihr etwas zu Essen sucht.

 

4. Essenskarten basteln

Du willst dir beim Bummeln durch ferne Orte gerne etwas zu essen auf die Hand kaufen und bist nicht sicher, ob es vegan ist? Kein Problem, sofern dort eine Sprache gesprochen wird, derer du mächtig bist. Da es aber sooo viele verschiedene Sprachen gibt und Englisch in vielen Teilen der Welt nicht gesprochen oder verstanden wird, bietet sich hier etwas Vorbereitung an. Ihr habt einerseits die Möglichkeit, eine „Essenskarte“ zu basteln, auf die ihr die wichtigsten Sätze in der jeweiligen Landessprache aufschreibt (das Internet wird euch beim Übersetzen helfen) bzw. auch kleine Bildchen malt. Beispielsweise könnt ihr euch aufschreiben „Ich konsumiere keine tierischen Produkte, können Sie mir etwas ohne Fleisch, Fisch, Milch,Ei und Honig empfehlen?“. Alternativ könnt ihr euch auch den sogegannten „Vegan Passport“ der vor einigen Jahren von der Vegan Society herausgegeben wurde, leisten. Er enthält grundsätzlich die gleichen Infos wie bei der selbstgebastelten Karte, allerdings in sovielen Sprachen, dass ihr damit von ca. 96% der Weltbevölkerung verstanden werdet. Wenn ihr viel reist, lohnt sich der Vegan Passport sicherlich.

 

5. Cocktails lieber läusefrei

Schön abends ein paar Cocktails an der Strandbar schlürfen? Klar! Alkohol ist in den meisten Fällen vegan – aber nicht in allen. Es ist sinnvoll, sich einige Getränke, mit denen oft gemixt wird, etwas genauer anzusehen:

   Campari: enthält echtes Karmin für die rote Farbe, dieses besteht aus getrockneten oder ausgekochten Läusen

       Baileys / Kahlua: enthalten Sahne (Baileys gibt es inzwischen auch vegan, sicherlich wird diese Variante aber nicht an der Bar verwendet...!)

       Eierlikör

       Met / Jack Daniels Honey...

Zudem sei gesagt, dass auch Weine, Sekte und Säfte mit Gelatine geklärt sein können. Wenn ihr darauf achten möchtet, dass auch diese ohne tierische Produkte hergestellt wurden, hilft nur im Internet nachschauen.

 

Mit diesen Tipps kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen, oder? Am wichtigsten ist und bleibt: entspannt bleiben! Es ist überall auf der Welt möglich, vegan zu reisen, manchmal bedarf es nur etwas Vorbereitung. Solange ihr eure B12-Versorgung sicherstellt, Bock auf Abenteuer habt und mit richtig viel Freude an die Sache rangeht, kann der nächste Urlaub, auch und vielleicht gerade als Veganer*innen, der Urlaub eures Lebens werden.

 

Seid gut zu euch,

 

~Alina