Dürfen Veganer nach Afrika reisen? Sind vegane Reisen nach Afrika überhaupt vegan?

Neulich wurden unsere veganen Afrika Reisen von der Seite alles-vegetarisch.de in einem Blogartikel vorgestellt. Dieser Beitrag hat auf der Facebookseite von alles-vegetarisch.de zu kontroversen Kommentaren geführt.

 

Die Argumente waren zahlreich: 

Die Umweltbilanz bei veganen Reisen lasse zu wünschen übrig, das würde das vegane Essen vermiesen. Regionale Ziele seien vegan, Fernreisen auf keinen Fall. Des Weiteren wurde unterstellt, dass vegane Reisen nur aus Profitgier angeboten werden. Diese Form der Reise sei nur was für Trendveganer, etc. Auf der anderen Seite gab es auch Stimmen, die vegane Reisen gut hießen, da andere Kulturen kennen gelernt werden, die Natur dadurch mehr geschätzt wird und es eine persönliche Bereicherung sei. Es wurde zusätzlich angemerkt, dass es auch in Deutschland „keine vegane Traumwelt“ gibt.

 

Unsere Meinung dazu: Warum bieten wir vegane Reisen nach Afrika an? Weil wir einerseits Veganern auch auf dem wunderschönen

afrikanischen Kontinent einen erholsamen Urlaub ermöglichen wollen. Wir haben selbst während unserer Reise auf der Gartenroute in Südafrika festgestellt, wie schwierig es ist, sich vegan in Afrika zu ernähren, insbesondere abseits der größeren Städte. Denn gerade in Afrika sind die Speisekarten traditionell geprägt von Fleisch und weiteren tierischen Produkten.

Andererseits sind wir der Meinung, dass durch unsere Reisen auch Einheimische mit dem Thema in Berührung kommen. Das bedeutet nicht, dass wir alle Afrikaner bekehren wollen zum Verzicht auf tierische Produkte. Wir möchten lediglich ein gewisses Bewusstsein schaffen.

 

Auf unseren Reisen nach Afrika haben wir auch feststellen müssen, dass der Tierschutz auf dem afrikanischen Kontinent in den Kinderschuhen steckt und viele Tiere für Touristen ausgebeutet und grausam behandelt werden. Wir verzichten auf das Angebot von Reisen bei denen Tiere durch Touristen ausgebeutet werden, wie bspw. auf das Elefantenreiten und setzen uns für den

Schutz der Nashörner ein. Ein weiterer Punkt, der für vegane Reisen nach Afrika spricht, ist, dass der Tourismus die Artenvielfalt schützen kann. Denn die Tiere in der freien Wildbahn gelten als Hauptreisegrund für Touristen nach Afrika. Damit dies so bleibt und die Tiere weiter in ihrer natürlichen Umgebung leben können, ist es wichtig, dass die Tierpopulationen erhalten bleiben und

geschützt werden. Der Tourismus und der dadurch steigende Tierschutz schafft viele Jobs und gibt den Menschen vor Ort eine Perspektive und verhindert bspw. das Wildern. Uns ist der Tierschutz sehr wichtig. Deshalb bieten wir auch vegane Reisen an, bei denen der Artenschutz auf dem Tagesprogramm steht und Einblicke in den Tierschutz gibt, wie bspw. in Kooperation mit der Naankuse Foundation auf unserer veganen Reise nach Namibia.

 

Zu guter Letzt möchten wir auf das, in den Kommentaren oft genannte, Thema „Profitgier“ eingehen.

Jedes wirtschaftlich-denkende Unternehmen muss natürlich Gewinne erzielen, damit es - und die Mitarbeiter - überleben kann.

Abgesehen mal davon, sind vegane Reisen oftmals etwas teurer als normale Reisen. Das hat allerdings nichts mit unserer Profitgier zu tun, sondern mit den höheren Verpflegungskosten durch die veganen Produkte. Dies ist darauf zurückzuführen, dass vegane Produkte grundsätzlich tendenziell teurer sind und besonders in Afrika, da nur kleine Mengen nachgefragt werden und einige Lebensmittel oder andere während der Reise notwendige Dinge importiert werden müssen. Obendrein nehmen viele Unterkünfte, die auf Tier- und Umweltschutz spezialisiert sind, einen Beitrag für nachhaltige Projekte oder sie liegen schöner an einem Ort fern des Massentourismus.

 

Wie ist eure Meinung zu veganen Reisen nach Afrika? Habt ihr noch Verbesserungsvorschläge? Oder findet ihr unsere Reisen gut so wie sie sind? Wir freuen uns auf eurer Feedback!

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